Workshop und Diskussionsforum

Der Workshop:

"Filmschaffen im Iran"
Methoden und Tipps um die iranische Kultur zu entdecken und Filme 
zu drehen

Iran ist immer das Land der Geheimnisse und die Quelle der unberührten Themen für viele Künstler und Kulturinteressierte in Europa gewesen.

Trotz der vielen Beschränkungen im Kunst- und Kulturbereich im Iran, schaffen es viele Künstler dort ihre Geschichten zu erzählen, die manchmal direkt oder indirekt ganz sensible Themen oder sogar Tabus aufgreifen. Wie geht das nun? An gesellschaftlichen Grenzen entlang zu gehen und sie sogar jedes Mal etwas zu bewegen und dabei trotz Allem exquisite Kunst zu schaffen, sind eine Methode und ein Wissen, das die Kulturschaffenden im Iran in den letzten 35 Jahren entwickelt haben um als Künstler weiterarbeiten zu können. In dem Workshop “Filmschaffen im Iran” werden dieses Wissen und eigene Erfahrungen mit dem Publikum geteilt.

 

Niloufar Taghizadeh

Niloufar Taghizadeh

Niloufar Taghizadeh; die iranische Regisseurin und Autorin, kam 1996 nach Deutschland. Im Jahr 2006 kehrte sie zurück in den Iran, arbeitete als einzige Frau für das ZDF-Studio in Teheran als Producerin und Regisseurin und war für Ideen, Produktion und Drehs im Iran verantwortlich. Sie nimmt an vielen verschiedenen deutsch-iranischen Filmprojekten teil. Sie moderiert und unterstützt den Workshop in einer Zusammenarbeit mit Robert Richter.

Der Workshop findet am 10. Mai um 16:00 Uhr im “HEK” in Basel statt und dauert 2 Stunden.  Vor dem Workshop wird um 14:00 Uhr der Film “Frauengefängnis” gezeigt.

Für die Anmeldung zum Workshop melden Sie sich bitte per Email: info@ifif.ch

Die Workshop-Gebühr beträgt 25 CHF.

Diskussionsforum

Nach jeder Filmaufführung beantworten entweder die Regisseurinnen oder das Team des IFIF die Fragen des Publikums.

Am 9. Mai, am 12. Mai und am 14. Mai sind längere Diskussionsforen geplant.

An den Diskussionsforen nehmen drei aus dem Iran angereiste Regisseurinnen teil.

Die Diskussionsforen am 9. und am 11. und 12. Mai werden von Niloufar Taghizadeh und Robert Richter moderiert.

Robert Richter

Robert Richter

Robert M. Richter war unter den ersten nichtiranischen Filmfachleuten, die sich eingehend mit dem nachrevolutionären iranischen Film befassten. In den letzten 25 Jahren vertiefte er während zahlreicher Besuche in Iran seine Kenntnisse zum zeitgenössischen Film und der Filmgeschichte Irans. Ab 1990 trug Richter massgeblich zur Anerkennung der kulturell bedeutenden iranischen Filme bei. Er kuratierte die erste Kino-Retrospektive zum zeitgenössischen iranischen Film im deutschsprachigen Raum, die 1991 und 1992 in Programmkinos und Filmklubs in Deutschland, der Schweiz und Österreich lief. 1996 kuratierte er die Retrospektive “Die Seher” am Dokumentarfilmfestival Leipzig; dies war die weltweit erste Retrospektive, die vorrevolutionäre und nachrevolutionäre Dokumentarfilme aus dem Iran ausserhalb des Landes in einem Programm vorstellte. Angesichts seiner guten Kontakte zur iranischen Filmbranche arbeitete Richter als Delegierter und Berater für verschiedene Filmfestivals, darunter das San Sebastián Filmfestival. Er verfasste zahlreiche Beiträge und Analysen zum iranischen Film für Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Online-Medien und Radio. Er wurde in verschiedene Festivaljurys eingeladen, darunter auch Festivals im Iran wie das “Kish International Documentary Film Festival” oder das Isfahan-Kinderfilmfestival. Robert M. Richter ist Geschäftsführer von Cinélibre.